Inhalt

Wir möchten mit unserem Projekt „Dreieck Klybeck“ die Vielfalt an urbanen Lebensentwürfen und Arbeitsweisen fördern, die sich an gemeinschaftlichen, nachhaltigen und inklusiven Grundsätzen orientieren. (Was sind inklusive Grundsätze? Anderes Wort für inlusiv…evtl. integrativ…?)

Wir streben eine multifunktionale, von Gemeinschaftlichkeit geprägte Nachbarschaft an: Auf dem Areal soll ein Mit- und Nebeneinander aus Wohnen, Arbeiten, Offenen Werkstätten, Gewerbe, Sozio- und Off-Kultur, Kreativwirtschaft, Gastronomiebetrieben und Vermittlungsprojekten entstehen. Der Tausch von Wissen, Material und anderen Ressourcen soll ein zentraler Aspekt des alltäglichen Lebens sein.

Das Projekt ist in vier Bereiche aufgeteilt, Zonen genannt. Zone bezeichnet in diesem Falle die inhaltliche Ausprägung, nicht die Verortung. Die Zonen sollen räumlich ineinandergreifen. Die vier Zonen sind Wohnzone, Werkzone, Zone Sozio-Kultur und Gewerbezone.

WohnZone

Es sollen vier bis fünf , evt. genossenschaftliche Bauprojekte für ungefähr je 100 Personen realisiert werden. Ein übergreifendes Architekturteam entwickelt einen Gesamtkonzept plan, das der im in einem nächsten Schritt von den einzelnen Genossenschaften eigenverantwortlich und individuell umgesetzt wird.

Es sollen verschiedene und flexible Wohntypen und Wohnungsgrössen angeboten werden. Dies lässt eine breite Durchmischung von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu. Singlewohnungen befinden sich neben Familienwohnungen, Alterswohnungen neben Wohnateliers, Wohnungen für Menschen mit Betreuungsbedarf neben Wohngemeinschaften. Gemeinschaftliche Räume mit flexiblen Nutzungen sind ebenso Teil des Angebots.

Es soll bezahlbarer Wohn- und Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. Interne Fonds Finanzierungsmodelle schaffen Zugang für Personen mit wenig Einkommen.
Durch geteilte Infrastrukturen und Räume können Aufwand und Kosten reduziert werden. Gemeinsam genutzte Besucherwohnungen ersetzen beispielsweise das private Gästezimmer. Ein gemeinschaftlich betriebenes Lebensmitteldepot tritt an die Stelle der individuellen Vorratskammer. Geteiltes fördert gleichzeitig auch gemeinschaftliche Aktivitäten und Austausch.

WerkZone

Die Werkzone, (in Abgrenzung zur Gewerbezone), steht für offenes und gemeinschaftliches Arbeiten und für das Teilen von Raum und Infrastruktur. (Die Werkzone schliesst die Gewerbeszone nicht aus..)
Allrounder, Laien und SpezialistInnen treffen hier aufeinander und können transdisziplinär kooperieren. Es werden Werkzeuge, Materialien, Maschinen und Know-how getauscht oder kostengünstig zur Verfügung gestellt. Die Mietkonditionen in der Werkzone sollen sehr günstig sein.
Die Bandbreite des Angebotes soll so breit wie möglich sein. Neben klassischen Werkstätten für Holz und Metall sollen können auch Studios für künstlerische Aktivitäten (Musik/Film) bis hin zu Schreib- und digitalen Werkstätten Platz finden.
In einer digitalen Mediathek (Wissensdatenbank) stehen selbsterarbeitete oder aus anderen Quellen stammende Anleitungen und Tutorials zur Verfügung. 
Das Angebot soll nicht nur den anderen Zonen, sondern auch der Quartier-nachbarschaft kostengünstig zur Verfügung stehen.

Neben den Offenen Werkstätten ist der Community-Bereich ein wichtiger Bestandteil der Werkzone. Hier können sich temporäre Projekte ansiedeln. Solche Gästeplätze fördern den Austausch und die Weiterentwicklung.
Ein zentraler Raum kann für gemeinsame Aktivitäten, Vorträge, Ausstellungen, Branchentreffen oder Podiumsdiskussionen genutzt werden. Durch regelmäßige Veranstaltungen wird die Werkzone auch zum Ort der Auseinandersetzung mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung.
Mögliche Beispiele für Offene Werkstätten sind OpenSource, FabLabs, Makerspaces, Urban Gardening, Food Sharing, Recyclingwerkstätten, Nähsalons, D.I.Y-Projekte, Co-workingspaces, Reparaturcafés uvm.

Zone Sozio-Kultur

Die Zone Soziokultur steht für Begegnung, Austausch, Beratung, Unterstützung, gemeinschaftliche Aktivitäten, Bildung, Kultur und Kunst. Wir streben auch hier Vielfalt und Durchmischung an.
Diese Zone spricht Kulturschaffende, KünstlerInnen, soziokulturelle und soziale Projekte an, die sich mit der Gesamtvision des Projekts ‚Dreieck Klybeck’ identifizieren können und diese aktiv mitgestalten möchten. Kultur wird als Ausdruck unserer alltäglichen Lebenswelt und gemeinschaftlicher Interaktion verstanden.

Tanz- und Bewegungskurse, Theateraktivitäten, Konzerte, Ausstellungen, (Kultur-) Gastronomie, Workshops, Konferenzen, Kongresse und vieles mehr sollen hier stattfinden. Daneben hat es Raum für Ateliers- und Arbeitsplätze. Ebenfalls können in diesen Bereich soziale Institutionen wie beispielsweise Jugendhäuser, Beratungsstellen oder Treffpunkte Raum finden.

Diese Zone bildet durch ihren öffentlichkeitswirksamen Charakter eine wichtige Schnittstelle zum umliegenden Quartier. Selbstverständlich richten sich soziale und kulturelle Angebote ebenso an die nähere und weitere Nachbarschaft.

GewerbeZone

Die Gewerbezone bietet Platz für Unternehmen aller Art. Im Zentrum stehen Läden, klassische (Handwerks-)betriebe, kreativwirtschaftliche Betriebe Projekte und Start-Ups, die – unter anderem – Angebote für die Anwohner und BeNutzerinnen des Dreiecks Klybeck generieren. Ziel ist eine vielfältige Mischung von Gewerbe und Dienstleistungen, die zu einem Alltag der kurzen Wege führt – da alle alltäglich benötigten Artikel ortsnah erhältlich sind. – Alltagsartikel sind in Gehdistanz erhältlich.

Angesprochen sind Betriebe, die ihr Angebot in einem lebhaften und innovativen Quartier platzieren und gleichzeitig die Vision einer multifunktionalen und nachhaltigen Nachbarschaft mitgestalten möchten.
Es ist begrüssenswert, wenn die professionellen Anbieter der Gewerbezone sich teilweise auch in der WerkZone engagieren.

Grundsätzlich wird diese Zone unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben. Die Unternehmer können Anträge auf finanzielle Unterstützung oder Kredite beantragen, falls die Wirtschaftlichkeit nicht durchgehend gegeben sein sollte. Um eine hohe Diversität zu ermöglichen, sind Subventionen denkbar. Braucht es diesen Abschnitt? Greifen wir das nicht schon zu weit in die Zukunft? Können wir sagen, dass finanzielle Unterstützung oder Kredite geben können…? ..

Zahlen
Parzelle 3090: 17’500m2
Wohnzone: 7’500m2, ca. 400 Einwohnerinnen
SozioKulturZone: Geschossfläche: 5’000m2, Hauptnutzfläche: 3’400m2,
Werkzone: Geschossfläche: 5’300m2, Hauptnutzfläche: 3’500m2
Gewerbezone: Geschossfläche: 6’600m2, Hauptnutzfläche: 4’300m2

Erhalt Bausubstanz/Neubau
Die Werk-, Soziokultur- und Gewerbezone sollen in die fünf bereits bestehenden Büro- und Laborgebäude einziehen. Diese sollen mit möglichst wenig Aufwand umgenutzt werden. Der Erhalt alter Bausubstanz ist wesentlicher Bestandteil des Projekts.
Die 5 Bürogebäude müssen irgendwo (entweder als Bild oder als Text (Gebäude K 106 ect.) exemplifiziert werden….Denn die Parzelle 3090 umfasst weit mehr als 5 Gebäude…!)

Ort
Die Parzelle 3090 liegt im unteren Kleinbasel im Klybeck und grenzt im Norden an die Klybeckstrasse und die Häuser der Wohngenossenschaft Klybeck (WGK), im Süden an die arealinterne Verlängerung der Mauerstrasse und dem dahinterliegenden Industriegelände, im Westen Richtung Rhein an den Altrheinweg. (Foto)