Charta Dreieck Klybeck

Präambel

Wir sind entschlossen,

  • das Dreieck Klybeck zwischen der Klybeckstrasse, dem Altrheinweg und der werksinternen nördlichen Parallelstrasse der Mauerstrasse (siehe Abbildung S. 3) mit seinen 17’500 m² als vielfältige, gemein­schaftliche Wohn-, Arbeits- und Kultur-Nachbarschaft im Sinn einer sozialen, ökologischen und ökono­mischen Nachhaltigkeit zu gestalten
  • uns (=Vision Werk Klybeck und Arbeitsgruppe Wohnen) zu einem Dach unter dem Namen Dreieck Klybeck zusammenzuschliessen
  • uns für die Planung, Finanzierung und Neubebauung des Areals einzusetzen
  • dafür Arbeit und Geld einzubringen
  • aus den Mietverhältnissen keinen Profit zu schöpfen
  • Aussenräume öffentlich zugänglich zu gestalten, um die Verbindung mit dem Quartier aktiv herzustellen.

Charta Dreieck Klybeck

Als Mitglieder/PartnerInnen des Dreiecks Klybeck bekennen wir uns zu den untenstehenden Richtlinien:

Mischnutzung

Wir setzen gemeinschaftliche Lebens-, Wohn- und Arbeitsformen in einem städtischen Kontext um. Sozial und kulturell nachhaltige, genussreiche und ökologische Lebens- und Arbeitsweisen werden dabei ermög­licht und gefördert. Es werden Gefässe und Strukturen geschaffen, welche eine gemeinsame Bewirtschaf­tung und Belebung des Areals, die Nutzung gemeinsam geteilter Güter, Synergien und Wissenstransfer zwi­schen den einzelnen Projekten ermöglichen.

Wir streben eine vielfältige, nachbarschaftliche Mischnutzung des Areals an. Das bedeutet ein Mit- und Nebeneinander aus Wohnen, Gewerbe, Soziokultur, Kreativwirtschaft, Offenen Werkstätten, Gastrobetrie­ben und Vermittlungsprojekten.

Erschwingliche Mieten für Wohnen, Arbeiten und Leben

Wir glauben, dass günstige Mieten eine wichtige Voraussetzung sind für die angestrebte soziale Durch­mischung, für ökologische und soziale Nachhaltigkeit und für die Integration unseres Projektes in die beste­henden Quartierstrukturen.

Wir bekennen uns zur Kostenmiete: Aus den Mietverhältnissen darf kein Profit abgeschöpft werden.

Ökologie

Unsere Vision ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Energieeffiziente Gebäude, neue Technologien und wenig Autos unterstützen einen umweltschonenden Lebensstil und sparen Ressourcen. Wir legen Wert auf hoch­wertige Architektur, auf Qualität in der Bauausführung und auf Nachhaltigkeit im Unterhalt der Gebäude.

Wir streben weitgehende Energieautarkie für das ganze Dreieck Klybeck an.

Wir wollen möglichst alle Flächen begrünen (horizontal und vertikal), Plätze, Fassaden, Dächer.

Soziales

Auf dem Dreieck Klybeck gehört eine hohe Diversität hinsichtlich Alter, Herkunft und ökonomischem sowie beruflichem Hintergrund zum gelebten Alltag.

Wir schaffen die baulichen Voraussetzungen für betreutes Wohnen im Alter. Dazu gehören auch Besuchs­zimmer/-wohnungen. Ein Teil der Grünflächen wird als Urnenfeld gestaltet. Wir grenzen Sterben und Tod nicht aus, sondern machen sie zu einem Teil des (Alltags-)Lebens.

Partizipation

Partizipation wird je länger je mehr als wichtiges gestalterisches und identifikationsstiftendes Element bei Bauträgern, Städten und Gemeinden erkannt. Vielen Menschen ist es ein Bedürfnis, ihre Alltagsumwelt mit­zugestalten. Beim Dreieck Klybeck ist Partizipation ein offener, nicht endender Prozess. Wir sind überzeugt, dass die Mitwirkung der Bewohnenden dazu führt, dass ein lebendiger Quartierteil entstehen kann. Ein Quartierteil, mit dem sich die BewohnerInnen und NutzerInnen identifizieren, in dem sie sich zuhause fühlen und persönlich entfalten können. Mitwirkungsprozesse, demokratische Mitgliederrechte und eine Vielfalt von Lebensrealitäten unter den Bewohnenden tragen zur sozialen Nachhaltigkeit bei. Gemeinschaft, Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe haben bei uns einen hohen Stellenwert. Die Organisationsstrukturen und Ideen für die gemeinsam geteilten Infrastrukturen werden gemeinschaftlich entwickelt. Ein aktiver Partizipationsprozess aller MieterInnen ist Bedingung und von Beginn an zentraler Bestandteil für die Realisierung. Wir respektieren verschiedene Meinungen, kommunizieren offen und tragen Konflikte aus.

Das Dreieck Klybeck gibt Antworten auf veränderte Wohnbedürfnisse und gesellschaftlichen Wandel. Mit Wohnungen für altbewährte und neue Wohnformen, zumietbaren Wohn-, Gäste- und Arbeitszimmern, einem breiten Angebot an Allmendräumen und Freizeitinfrastruktur schaffen wir langfristige Wohnperspektiven mit Entwicklungspotenzial. Die Allmendräume bieten primär Raum für nichtkommerzielle, gesellschaftliche Anlässe und Angebote. In Quartiergruppen organisiert, können Bewohnende des Dreiecks Klybeck die Allmendräume für offene Veranstaltungen gratis nutzen.

Organisation

Das Dreieck Klybeck ist in seiner Organisationsstruktur offen. Eine Mitgliedschaft bei der Vision Werk Klybeck und/oder der AG Wohnen ist möglich, nicht aber im Dach Dreieck Klybeck direkt.
Es ist erwünscht, dass auch Externe ihre Solidarität und Verbundenheit mit unserem Projekt manifestieren können, indem sie Mitglied bei Vision Werk Klybeck und/oder AG Wohnen werden. Der Mitgliedschaftsbeitrag soll eher tief sein (Vorschlag: 1’000.–/p.a.).

Basel, im August 2017


Wir möchten mit unserem Projekt „Dreieck Klybeck“ die Vielfalt an urbanen Lebensentwürfen und Arbeitsweisen fördern, die sich an gemeinschaftlichen, nachhaltigen und inklusiven Grundsätzen orientieren.

Wir streben eine multifunktionale, von Gemeinschaftlichkeit geprägte Nachbarschaft an: Auf dem Areal soll ein Mit- und Nebeneinander aus Wohnen, Arbeiten, Offenen Werkstätten, Gewerbe, Sozio- und Off-Kultur, Kreativwirtschaft, Gastronomiebetrieben und Vermittlungsprojekten entstehen. Der Tausch von Wissen, Material und anderen Ressourcen soll ein zentraler Aspekt des alltäglichen Lebens sein.

Das Projekt ist in vier Bereiche aufgeteilt, Zonen genannt. Zone bezeichnet in diesem Falle die inhaltliche Ausprägung, nicht die Verortung. Die Zonen sollen räumlich ineinandergreifen. Die vier Zonen sind Wohnzone, Werkzone, Zone Sozio-Kultur und Gewerbezone.

WohnZone

Es sollen vier bis fünf genossenschaftliche Bauprojekte für ungefähr je 100 Personen realisiert werden. Ein Architekturteam entwickelt ein übergreifendes Gesamtkonzept, das in einem nächsten Schritt von einzelnen Genossenschaften eigenverantwortlich und individuell umgesetzt wird.

Es sollen verschiedene und flexible Wohntypen und Wohnungsgrössen angeboten werden. Dies lässt eine breite Durchmischung von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu. Singlewohnungen befinden sich neben Familienwohnungen, Alterswohnungen neben Wohnateliers, Wohnungen für Menschen mit Betreuungsbedarf neben Wohngemeinschaften. Gemeinschaftliche Räume mit flexiblen Nutzungen sind ebenso Teil des Angebots.

Es soll bezahlbarer Wohn- und Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. Interne Fonds schaffen Zugang für Personen mit wenig Einkommen.
Durch geteilte Infrastruktur und Räume können Aufwand und Kosten reduziert werden. Gemeinsam genutzte Besucherwohnungen ersetzen beispielsweise das private Gästezimmer. Ein gemeinschaftlich betriebenes Lebensmitteldepot tritt an die Stelle der individuellen Vorratskammer.

WerkZone

Die Werkzone steht für offenes und gemeinschaftliches Arbeiten und für das Teilen von Arbeitsraum und Infrastruktur.
Allrounder, Laien und SpezialistInnen treffen hier aufeinander und können transdisziplinär kooperieren. Es werden Werkzeuge, Materialien, Maschinen und Know-how getauscht oder kostengünstig zur Verfügung gestellt.
Das Angebot soll so breit wie möglich sein. Neben klassischen Werkstätten für Holz und Metall sollen auch Studios für künstlerische Aktivitäten (Musik/Film) bis hin zu Schreib- und digitalen Werkstätten Platz finden.
In einer digitalen Mediathek (Wissensdatenbank) stehen selbsterarbeitete oder aus anderen Quellen stammende Anleitungen und Tutorials zur Verfügung.

Das Angebot soll nicht nur den anderen Zonen, sondern auch der Nachbarschaft kostengünstig zur Verfügung stehen.

Neben den offenen Werkstätten ist der Community-Bereich ein wichtiger Bestandteil der Werkzone. Hier können sich temporäre Projekte ansiedeln. Solche Gästeplätze fördern den Austausch und die Weiterentwicklung.
Ein zentraler Raum kann für gemeinsame Aktivitäten, Vorträge, Ausstellungen, Branchentreffen oder Podiumsdiskussionen genutzt werden. Durch regelmäßige Veranstaltungen wird die Werkzone auch zum Ort der Auseinandersetzung mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung.
Mögliche Beispiele für offene Werkstätten sind OpenSource, FabLabs, Makerspaces, Urban Gardening, Food Sharing, Recyclingwerkstätten, Nähsalons, D.I.Y-Projekte, Co-workingspaces und Reparaturcafés.

Sozio-KulturZone

Die Zone Soziokultur steht für Begegnung, Austausch, Beratung, Unterstützung, gemeinschaftliche Aktivitäten, Bildung, Kultur und Kunst. Vielfalt und Durchmischung sind auch hier zentrale Elemente.
Diese Zone spricht Kulturschaffende, KünstlerInnen, soziokulturelle und soziale Projekte an, die sich mit der Gesamtvision des Projekts ‚Dreieck Klybeck’ identifizieren können und diese aktiv mitgestalten möchten. Kultur wird als Ausdruck der alltäglichen Lebenswelt und gemeinschaftlicher Interaktion verstanden.

Tanz- und Bewegungskurse, Theateraktivitäten, Konzerte, Ausstellungen, (Kultur-) Gastronomie, Workshops, Konferenzen, Kongresse und vieles mehr sollen hier stattfinden. Daneben hat es Raum für Ateliers- und Arbeitsplätze. Ebenfalls können in diesen Bereich soziale Institutionen wie beispielsweise Jugendhäuser, Beratungsstellen oder Treffpunkte Raum finden.

Diese Zone bildet durch ihren öffentlichkeitswirksamen Charakter eine wichtige Schnittstelle zum umliegenden Quartier. Selbstverständlich richten sich soziale und kulturelle Angebote auch an die nähere und weitere Nachbarschaft.

GewerbeZone

Die Gewerbezone bietet Platz für Unternehmen aller Art. Im Zentrum stehen Läden, klassische (Handwerks-)betriebe, kreativwirtschaftliche Projekte und Start-Ups, die Angebote für die Anwohner und NutzerInnen des Dreiecks Klybeck, aber auch für die weitere Nachbarschaft generieren. Ziel ist eine vielfältige Mischung von Gewerbe und Dienstleistungen, die zu einem Alltag der kurzen Wege führt. Möglichst alle Artikel des täglichen Lebens sind in Gehdistanz erhältlich.

Angesprochen sind Betriebe, die ihr Angebot in einem lebhaften und innovativen Quartier platzieren und gleichzeitig die Vision einer multifunktionalen und nachhaltigen Nachbarschaft mitgestalten möchten.
Es wird begrüsst, wenn sich professionelle Anbieter der Gewerbezone auch in der WerkZone engagieren.

Grundsätzlich wird diese Zone unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben. Um eine hohe Diversität zu ermöglichen sind Subventionen denkbar.

Fact & Figures


Nördlicher Abschnitt Parzelle 3090: 17’500m2
Wohnzone: 7’500m2, ca. 400 Einwohnerinnen
SozioKulturZone: Geschossfläche: 5’000m2 Hauptnutzfläche: 3’400m2
Werkzone: Geschossfläche: 5’300m2
Hauptnutzfläche: 3’500m2
Gewerbezone: Geschossfläche: 6’600m2
Hauptnutzfläche: 4’300m2

Erhalt Bausubstanz/Neubau
Die Werk-, Soziokultur- und Gewerbezone sollen in die fünf bereits bestehenden Büro- und Laborgebäude einziehen. Diese sollen mit möglichst wenig Aufwand umgenutzt werden. Der Erhalt alter Bausubstanz ist wesentlicher Bestandteil des Projekts.

Ort
Die Parzelle 3090 liegt im unteren Kleinbasel im Klybeck und grenzt im Norden an die Klybeckstrasse und die Häuser der Wohngenossenschaft Klybeck (WGK), im Süden an die arealinterne Verlängerung der Mauerstrasse und dem dahinterliegenden Industriegelände, im Westen Richtung Rhein an den Altrheinweg.

Überblick Werk Klybeck Nord

Kern des räumlichen Entwurfs unserer Vision ist einerseits eine integrative Haltung gegenüber den bestehenden architektonischen Strukturen und Bauten, andererseits eine in Etappen gedachte Entwicklung von Neubauten. Es werden städtebauliche Ordnungen gesucht, welche aus dieser heterogenen Situation heraus erarbeitet werden und günstigen und verschiedenartigen Wohn–, Kultur-, und Gewerberaum für breite Anforderungen zum Ziel haben.

Durch das Miteinander von Alt und Neu erhalten die verschiedenen ArealZonen einen individuellen Charakter. Das Gebiet schafft einen Übergang von den Strassenräumen des Blockrandgebiets Klybeck und dem funktionalen Asphaltteppich des Industriegebiets, die sich entlang der Kleinhüningerstrasse verzahnen.

Die Vielfalt und Grössen der bestehenden Industriebauten ermöglichen eine Umnutzung und setzen die Basis für ein multifunktionales Areal. Ebenso ermöglichen die vorhandenen Bauten einen “direkten und schnellen” Projektstart  und können ohne grossen Mehraufwand genutzt werden.
Die Neubauten setzen gezielt auf eine Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Als Partner stehen verschiedene engagierte Wohn- und Baugenossenschaften im Fokus, die zusammen ein multifunktionales Areal aufbauen und entwickeln möchten.

Räumliche Verortung

Das Areal befindet sich im Norden Basels, im Klybeck Quartier.

verortung

Die Nachbarschaft des Areals kann durch die nachfolgenden vier Gebiete charakterisiert werden:

a) Das Industriegebiet, geprägt beispielsweise durch Novartis und BASF
b) Das Wohnquartier Klybeck
c) Das Entwicklungsgebiet Hafen
d) Das Naherholungsgebiet Rhein

Durch die Entwicklung unserer Vision, könnte das Areal eine Schnittstelle bilden für die genannten, bereits bestehenden Nachbarschaften.

 

nachbarschaft

In der nächsten Umgebung des Areals befinden sich Industrie- und Wohnbauten. Es wird im Westen durch den Altrheinweg und im Norden und Osten durch die Klybeckstrasse begrenzt. Im Süden ist die Grenze durch eine parallel zur Achse der Mauerstrasse verlaufende Arealstrasse gesetzt.

umgebung

 

Städtebauliche Entwicklungssmöglichkeiten des Areals

An dieser Stelle möchten wir eine mögliche Strategie für die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten des Areals aufzeigen. Sie ist ein erster Entwurf zur Umsetzung des Dreieck Klybeck.

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verdichtung[/one_half][one_half_last]

Für unsere städtebauliche Betrachtung des Areals haben wir die folgenden zwei Varianten untersucht:
1. Die Reinterpretation und Wiederaufnahme der im Quartier bestehenden Blockrand-Architektur sowie die Wiederherstellung der Kleinhünigerstrasse.
2. Die Weiterführung des von der Industrie vorgegebenen Erschliessungsmusters.

Variante 2 scheint uns die sinnvollere Lösung. Diese lässt einerseits eine stärkere Verdichtung  des Raumes zu, andererseits müssen keine Gebäude abgerissen werden. Der Bestand kann so direkt übernommen und integriert werden. Die Nutzung kann teilweise ohne grosse Umbaupause starten.

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Im Detail kann unser städtebauliches Entwicklungsszenario durch nachfolgend genannte Leitideen genauer charakterisiert werden:

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Etappierbarkeit

Die bestehenden Bauten können in Etappen verdichtet werden. Nach und nach kann neu gebaut und die bestehenden Erschliessungssysteme ausgebaut werden.

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Übergang von Wohnen via Werken zu Gewerbe
Anschliessend an die bereits bestehenden Wohnungen der WG Klybeck soll auf dem Areal zusätzlicher Wohnraum entstehen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Gewerbe. Dazwischen dient die Zone Soziokultur und die Werkstätten der WerkZone als das Zentrum des Areals.

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proximity

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Verdichtung
Aufgrund der seit Jahren bekannten Zersiedelungsproblematik, streben wir eine verdichtete Bauweise innerhalb der städtischen Bebauung an.

Proximity / 5min Konzept:
Zentrale Dienstleitungen sollten innerhalb von 5 Gehminuten erreichbar sein.

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oeffentlichen_nutzung[/one_half][one_half_last]

Das Zentrum der Community, der grosse Platz um den Zentralbau, soll ein Treffpunkt für die Community werden.

Urbanität
Urbanität entsteht auf der Strasse. Die strassenseitigen Erdgeschosse werden mit öffentlich zugänglichen Nutzungen belegt.

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erholungsraum[/one_half][one_half_last]

Begrünung
Es soll, wo immer möglich, grüner Aussenraum entstehen. Gesunde und bestehende Bäume sollen erhalten werden, Flachdächer möglichst begehbar sein. Es können Terrassen und Balkone gebaut werden. So entsteht vielfältiger Erholungsraum im Grünen.

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Bildschirmfoto vom 2014-12-15 18:19:38[/one_half][one_half_last]

Höhenstaffelung
Um den Besonnungsanteil der nördlich gelegenen Bauten nicht zu verkleinern, sollen hohe Bauten im Süden platziert werden.

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Historische Entwicklung des Quartiers

1900
Die Kleinhüningerstrasse verbindet Basel mit dem Fischerdorf Kleinhüningen. Das Klybeckschloss, eigentlich eine Mühle aus dem 13. Jahrhundert, ist die erste Bebauung des Quartiers (abgebrochen 1955) in der heutigen Schlossgasse. Die Klybeckstrasse führt am „Schlösschen“ vorbei auf die ehemalige Klybeckinsel, die mit einer kleinen Holzbrücke verbunden war. Das Gesamtareal ist vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Erste Bauten der chemischen Industrie siedeln sich am Rheinufer an.

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Klybeck 1884
Klybeck 1884

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Klybeck_1900

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1918
Die chemische Industrie expandiert und verdichtet sich in starkem Masse. Das Wohngebiet des Klybeck beginnt sich ausgehend von der Kleinhüningerstrasse zu entwickeln und besteht zum grössten Teil aus dem Typus der „Mietskaserne“. Die Insel wird aufgeschüttet und bildet den Grundstein für den Bau der Hafenbahn. Die beiden Tramdepots und der Friedhof entstehen.

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Klybeck 1934
Klybeck 1934

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Klybeck_1918

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1945
Das Industriegebiet ist nun flächendeckend bebaut. Mit den Brückenschlägen über die Wiese, löst die Gärtnerstrasse die Kleinhüningerstrasse als Hauptinfrastrukturachse ab. Die Bebauung des Wohnquartiers verdichtet sich und ist bis Ende der 1940er Jahre zum grössten Teil abgeschlossen. Der Friedhof wird 1932 geschlossen und dient nun als städtischer Erholungsort.

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CIBA 1965
CIBA 1965

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Klybeck_1945

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2015
In den 1950er Jahren verleibt sich die CIBA den Anschluss der Kleinhüningerstrasse ein, wodurch die ehemalige Hauptstrasse heute in einer Sackgasse endet. Die Struktur des Industriegebiets wandelt sich von einem Teppich hin zu einer Abfolge von Solitärbauten. Die Promenade am Rheinufer wird 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und erste Zwischennutzungen beleben das Areal. Die Infrastrukturgebäude werden nach und nach abgebrochen.

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Klybeck 2014
Klybeck 2014

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Klybeck_2015

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Städtebauliche Studie

Der Verein Dreieck Klybeck und die Wohngenossenschaft Klybeck haben 2018 einem vierköpfigen Architekturteam den Auftrag zu einer städtebaulichen Studie erteilt. Das Team hat vier verschiedene Varianten entwickelt.


DREIECK KLYBECK – STÄDTEBAULICHE VERTIEFUNGSSTUDIE

Ausgangslage und Ziele

Der Verein «Dreieck Klybeck» möchte ein ca. 2.3 ha grosses Areal zwischen der Klybeckstrasse und dem Altrheinweg langfristig zu einem gemeinschaftlich bewirtschafteten Wohn-, Werk- und Aufenthaltsort mit einem starken Bezug zum umliegenden Quartier transformieren. Die bestehenden Wohn- und Atelierhäuser an der Klybeckstrasse und am Altrheinweg liegen in der Bauzone 4 und befinden sich seit 2004 im Besitz der Wohngenossenschaft Klybeck. Ein weit grösserer Teil des Areals liegt in der Industriezone und umfasst nebst Parkplätzen und sonstigen Freiflächen mehrere Bestandsbauten, die von der Landeigentümerin BASF nicht mehr genutzt werden.

Der Verein «Dreieck Klybeck» wurde 2014 von einer Arbeitsgruppe aus dem Umfeld des Werkraum Warteck pp und der Wohngenossenschaft Klybeck gegründet mit dem Ziel, die bisherige Arbeit an der Visionierung dieses Vorhabens unter einem gemeinsamen Dach fortzuführen. Bei einem Treffen im Herbst 2017 wurde das Projekt einer langfristigen Neubelebung und Bewirtschaftung des betreffenden Areals den drei Planungspartnern von «klybeckplus» in seinen Grundzügen präsentiert.

Mit der städtebaulichen Vertiefungsstudie sollte im Hinblick auf ein weiteres Treffen, das Herbst 2018 stattgefunden hat, die Vorstellungen der Projektgruppe konkretisiert werden. Als dringlichste Aufgabe hat sich hierbei die Frage nach dem passenden städtebaulichen Grundkonzept herauskristallisiert. Insbesondere für die WohnZone im Westen des Areals gilt es genau zu klären, welche Flächen diese belegen soll und welche stadträumlichen und baulichen Typologien möglich, sinnvoll und wünschbar sind. Für das ganze Areal ist überdies von grosser Bedeutung, wie sich die Neubauten auf den – grösstenteils wertvollen und somit erhaltenswerten – Bestand beziehen und welche Freiräume sich daraus ergeben.

Die vorliegende Vertiefungsstudie, die von Januar bis Mai 2018 von einem vierköpfigen Planungsteam erarbeitet wurde, widmet sich diesen Fragen und gibt erste Antworten darauf.


Methode

Die städtebauliche Vertiefungsstudie zeigt vier Möglichkeiten auf, wie der dreieckige Perimeter im Norden des BASF-Areals zwischen Klybeckstrasse und Altrheinweg dereinst weitergebaut und umgestaltet werden könnte. Darin enthalten sind insbesondere Überlegungen zum Stadtraum, zu den Aussenräumen, zu baurechtlichen Fragen sowie zur Ausnutzung und den Grobkosten. Bewusst wurden alle Varianten auf der Basis von vergleichbaren Grundannahmen in Bezug auf den Bestand, die bauliche Dichte und das Nutzungsspektrum erarbeitet. Im direkten Vergleich können somit die unterschiedlichen städtebaulichen Konzepte bewertet und darauf aufbauend weitere Wünsche und Bedürfnisse der beteiligten Akteure formuliert werden.

Während die bestehenden Industriebauten auf dem Perimeter heute grösstenteils ungenutzt sind, bieten diese nach wie vor eine werthaltige und anpassungsfähige Grundstruktur für künftige Nutzungen. So werden hier im Wesentlichen vier verschiedene Konzepte für eine neue Bebauung im westlichen Teil des Areals, der WohnZone, im Kontext der bestehenden Wohnhäuser der Wohngenossenschaft Klybeck sowie der Industriebauten im östlichen Teil aufgezeigt. Als weitere Vorgabe wurde angenommen, dass die neue Bebauung im Rahmen der geltenden Vorschriften für die Zone 5a zu realisieren sei und das Areal dereinst eine gut abgestimmte Mischung aus Wohn- und Gewerbenutzungen sowie Freiflächen aufweisen soll. Demgegenüber wurden möglichst grosse Unterschiede in Bezug auf die städtebauliche Konfiguration gesucht: Zum Beispiel gilt es umsichtig zu klären, welche Bedeutung dem ursprünglichen Verlauf der Kleinhüningerstrasse beigemessen werden soll oder welche Bebauungs- und Freiraumtypologien bei der Entwicklung des Gebiets zu bevorzugen sind.

VerfasserInnen Vertiefungsstudie

Céline Baumann, Landschaftsarchitektin D.P.L.G.
Martin Josephy, Architekt und Stadtplanung Basel
Vesna Jovanovic, Dipl. Ing. Architketin
Martina Kausch, Architektin FH, MAS ETH ARCH/GTA

Das gesamte Dossier Städtebauliche Vertiefungsstudie Dreieck Klybeck kann auf Wunsch über mail@martinakausch.ch bezogen werden.



Plan A: HISTORISCHE STRASSE

Die historische Strassenführung am südlichen Ende der Kleinhüningerstrasse soll wieder hergestellt werden. Dieser Strassenabschnitt teilt den Planungsperimeter in zwei ungleiche Teile. Entlang dem Altrheinweg ergibt sich ein Block in Form eines langgezogenen Dreiecks, dessen nördlicher Abschluss von der bestehenden Wohnbebauung der Wohngenossenschaft Klybeck gebildet wird. Auf dem verbleibenden Teil dieses Blocks wird die für das ehemalige Arbeiterquartier typische Blockrandtypologie mit vier L-förmigen Volumen neu interpretiert. Differenziert ausgestaltete Wohnhöfe und Quergassen mit Blick auf den Rhein schaffen hier eine geborgene Atmosphäre. An der Südspitze der neuen Überbauung, wo die Kleinhüningerstrasse, der Altrheinweg und die verlängerte Mauerstrasse aufeinandertreffen, entsteht ein prominenter Knotenpunkt mit direktem Bezug zum Rhein. Mit einem beinahe auf null laufenden Gebäude – ähnlich dem Flat-Iron Building in New York – wird dieser Ort akzentuiert.
Im östlichen Teil des geteilten Perimeters entsteht ein grösserer, ebenfalls dreieckiger Block, wo die bestehende Bebauungsstruktur umgenutzt und sukzessive verändert bzw. erneuert werden kann. Die Wiederherstellung der historischen Strassenführung setzt jedoch voraus, dass der bestehende Bau K105 abgerissen wird. An dessen Stelle entsteht ein Quartierplatz mit chaussierten Grüninseln.


Plan B: BLOCKRAND IM DREIECK

Zwei neue Gebäudezeilen mit Vorgärten bilden zusammen mit den bestehenden Wohnbauten der Wohngenossenschaft Klybeck ein dreieckiges Ensemble um einen begrünten Innenhof herum. In dessen Mitte entsteht ein Hofgebäude, welches der Gemeinschaft dienen soll und als experimentelles Baumhaus angedacht ist. Ein weiterer Neubau wird an der südwestlichen Ecke des Perimeters in das orthogonale Industrieraster eingefügt. Während sich die beiden neuen Zeilenbauten in ihrer Dimensionierung auf die bestehende Bebauung an der Klybeckstrasse und am Altrheinweg beziehen (Zone 5a), könnte der neue Solitär und das gemeinschaftliche «Baumhaus» 25 bzw. 30 m hoch werden. Im südlichen Teil des Areals führen zwei baumbestandene Quergassen vom Horburgquartier zum Rheinufer. Bei diesem städtebaulichen Konzept sind innerhalb des Perimeters «Dreieck Klybeck» jedoch keine expliziten Strassenräume vorgesehen. Die Erschliessung und Durchwegung ist informell organisiert, so dass alle Aussenräume zum Aufenthalt und als Spielflächen genutzt werden können. In Nord-Süd-Richtung ist eine Kulturachse vorgesehen, die nicht nur dem «Dreieck Klybeck», sondern darüber hinaus auch dem südlich anschliessenden Quartier als zentraler Begegnungsraum dient.


Plan C: ORDNEN UND ERGÄNZEN

Mit zwei einfachen Volumen wird die bestehende Bebauungsstruktur im Planungsperimeter ergänzt und neu geordnet. Den Häusern der Wohngenossenschaft Klybeck wird ein U-förmiges Gebäude gegenübergestellt. Zusammen bilden diese einen Blockrand mit einem allseits geschlossenen Wohnhof. Südlich davon werden zwei frei stehende Industriebauten mit einem weiteren U-förmigen Gebäude gegen den Rhein hin gefasst. Auch hier spannt sich im Zwischenraum ein klar definierter Innenhof auf. In ihrer Grösse und räumlichen Anordnung ist diese Situation vergleichbar mit dem Warteck-Areal im Wettsteinquartier.
Bei diesem städtebaulichen Konzept ergeben sich die Erschliessungs- und weiteren Freiräume quasi von innen heraus: An drei Seiten des Areals liegen je gleichwertige Zugänge von den angrenzenden Strassen bzw. Wegen her. Ein grosszügiger öffentlicher Raum entsteht beim Restaurant Platanenhof an der Ecke Klybeckstrasse / Kleinhüningerstrasse. Ausgestattet mit einem Brunnen, mit grünen Inseln und einzelnen Bäumen wird dieser Ort zu einem Treffpunkt nicht nur für das «Dreieck Klybeck», sondern auch für das ganze Quartier.


Plan D: KOMPAKTE SOLITÄRE

Ausgehend von der orthogonalen Anlage der bestehenden Industriebauten wird die Bebauung des Areals mit weiteren Einzelvolumen ergänzt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Blockrandstruktur führt diese Bebauungsform zu kompakten, nutzungsneutralen Gebäudetypen, die zugleich nach innen gerichtet und nach allen Seiten hin offen sind. Dementsprechend wird der Stadtraum nicht von langen Gebäudefluchten, sondern durch ein Zusammenspiel aus versetzten Gebäudeflanken und unterschiedlich dimensionierten Zwischenräumen charakterisiert. Diese Aussenräume sind als Baumhallen gedacht und dienen als informelle Erschliessungs- und Aufenthaltsbereiche. An der Schnittstelle zwischen dem orthogonalen Ensemble und der bestehenden Wohnbebauung an der Klybeckstrasse wird eine rechteckige Parkfläche, nach dem Vorbild der Josef Wiese in Zürich, ausgeschieden. Als stadträumliche Referenz bietet sich das Hunziker-Areal der Genossenschaft «Mehr als Wohnen» in Zürich an.

Philosophie und Struktur

Gemeinschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Diversität
Das Stadtprojekt Dreieck Klybeck vereint Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaftlichkeit. Es soll demokratisch, eigenverantwortlich und nachhaltig geführt werden. Es verfolgt eine grösstmögliche Durchmischung und schreibt Partizipation und Inklusion gross.
Die vorgeschlagene Organisationsform soll dies gewährleisten. Das Leitbild beschreibt die Werte des Projekts. Es soll von der zukünftigen Gemeinschaft verändert und weiterentwickelt werden.

Leitbild
Das Leitbild >

Organigramm
Die vorgeschlagene Organisationsform soll Partizipation, Inklusion und Teilhabe gewährleisten. Die Berücksichtigung verschiedenster Bedürfnisse soll Platz haben innerhalb einer effizienten Verwaltung und zielorientierter Findungsprozesse.

Das Dach
Der Verein Dreieck Klybeck bildet die Dachorganisation des Projekts Dreieck Klybeck. Er ist Vertragspartner und Baurechtsnehmer, vergibt Baurechte an Genossenschaften und schliesst Mietverträge mit Nutzern im Bereich Arbeit und Kultur ab. Der Verein verfügt über ein Budget, mit welchem Projekte aus allen Bereichen unterstützt werden können. Die Mitglieder des Vereins sind Delegierte der sogenannten Bausteine.

Die Bausteine

Bausteine sind im Bereich Wohnen die jeweiligen Genossenschaften, die ein Bauprojekt finanzieren und betreiben. Im Bereich ‚Umnutzung’ bestehen die Bausteine aus den Mietern der drei Bereichen Gewerbe, Werken und Soziokultur. Zusätzlich gibt es den Baustein ‚Konzeption’, in dem auch externe Leute eingebunden werden können. Bausteine sind als Vereine organisiert. Jeder Baustein entsendet zwei Delegierte in den Dachverein Dreieck Klybeck.

Die Bausteine konstituieren sich aus den jeweiligen Mitgliedern. Im Bereich Wohnen sind das die jeweiligen Mieter der einzelnen Wohngenossenschaften, im Bereich Gewerbe, Werkstatt und Sozio-Kultur sind es die einzelnen MieterInnen.

Die Mitglieder der Bausteine treffen sich regelmässig, um ihre Anliegen zu besprechen, Anträge zu formulieren und ihre Delegierten im Verein zu beauftragen. Die Delegierten sind an die Weisungen der Bausteine gebunden.

Die Vollversammlung
Es findet eine jährliche ordentliche Vollversammlung statt, die auf direktdemokratischen Weg Entscheide fällen kann.
Auf Antrag kann jederzeit eine ausserordentliche Vollversammlung einberufen werden.

Zeitplan

Der Zeithorizont für die Realisierung des Projekts ist abhängig vom politischen Prozess, innerhalb dessen das Klybeckgelände von einer Industriezone 7 in eine Mischzone 2 (Wohnen und Arbeiten) umgezont wird. Es ist schwierig abzuschätzen, wie lange das dauert, die offizielle Zeitplanung ist schon jetzt um ein Jahr verzögert. Eine optimistische Schätzung ist vier Jahre, eine konservativere 6 bis 8 Jahre.

Initianten

Menschen

Sibylle Hauert, freischaffende Künstlerin, Wohngenossenschaft Klybeck, Restaurant Plantanenhof

Martina Kausch, Architektin, Wohngenossenschaft Klybeck

Daniel Reichmuth, freischaffender Künstler, Mitinitiant Werkraum Warteck, Schlotterbeck, Wohngenossenschaft Klybeck, ehemal. Sudhaus WWpp

Nadia Stöcklin, Ethnologin, Koordination Geschäftsstelle mozaik, ehemal. Fonds WWpp, ehemal. Sudhaus WWpp, ehemal. Union Kultur- und Begegnungszentrum

Maurits de Wijs, IT-Spezialist, Mitinitiant Werkraum Warteck, Keck Kiosk, Fonds WWpp, ehemal. Vorstand WWpp

Martin Thüring, Soziokultureller Animator Robi Spielaktionen, Vorstand Werkraum Warteck pp, Mitinitiant Werkraum Warteck pp, ehemal. Sudhaus WWpp

Christoph Moerikofer, Mediator, Verein Zukunft.Klybeck

Organisationen

Verein Dreieck Klybeck

Der Verein “Dreieck Klybeck” reagiert auf die zukünftige Umstrukturierung des Werkareal Klybeck in Basel. Er versteht sich als Werkzeug für die Planung, Entwicklung und Realisierung eines Nutzungskonzepts für den nördlichen Teil des Areals.
Der Verein dient zusätzlich auch als Forum, in welchem die Grundlagen und Bedingungen diskutiert und erarbeitet werden können, welche es zur Entstehung gemeinschaftlich genutzter Ressourcen und für das Zusammenkommen unterschiedlicher urbaner Lebensentwürfe benötigt.

Gegründet wurde der Verein Dreick Klybeck am 23. Juni 2014. Zweck des Vereins ist “die Erarbeitung eines Konzepts zur Umnutzung des nördlichen Teils der Parzelle 3090 im Norden des Areals”. Entstanden ist der Verein aus einer Arbeitsgruppe aus dem Umfeld des Werkraum Warteck pp und der Wohngenossenschaft Klybeck, die seit 2013 an der Visionierung von Dreieck Klybeck gearbeitet hat.

Kontakt Verein
Verein “Dreieck Klybeck”
Klybeckstrasse 243
4057 Basel
kontakt@dreieckklybeck.ch
PC: 61-535152-4

 

Werkraum Warteck pp

Der Verein Werkraum Warteck belebt und bewirtschaftet seit 20 Jahren das ehemalige Brauereigebäude Warteck. Vor zwanzig Jahren führte ein Volksentscheid dazu, die ehemalige Brauerei Warteck zu einem Kulturbetrieb umzunutzen. Die seit 1990 leerstehenden historischen Gebäude der ehemaligen Brauerei sollten fortan mit kulturellen Inhalten belebt werden.

Die Umnutzung dieses Industriegebäudes und die Etablierung eines lebendigen Kultur- und Begegnungsraums ist eine Pionierarbeit im Bereich der Stadtentwicklung von Basel. Heute gehört “das Warteck” mit seinen verschiedenen Gesichtern zu einem festen Bestandteil unserer Stadtkultur. Das Haus beherbergt ein breites Spektrum unterschiedlicher Projekte und Räume aus den Bereichen Handwerk, Gastronomie, Kreativwirtschaft, Musik, Tanz, Soziales und Kunst. Es ist ein Veranstaltungs- und Ausstellungsort, aber auch ein Ort des Lehrens und Lernens, der Produktion und der Gastfreundschaft auf Zeit. Dieses vielfältige kulturelle, soziale und künstlerische Angebot richtet sich an ein breites Publikum. Erprobt, gelebt und umgesetzt wird seit vielen Jahren eine Form des Zusammenarbeitens, -lebens, -denkens und -handelns.

Wir sind überzeugt, dass die Stadt Basel noch mehr solcher Werkräume braucht. Das Interesse und den Bedarf spüren wir unmittelbar im Alltag. Das Kleinbasel ist reich an Kunst- und Kulturschaffenden, Handwerkern und Projekten der Soziokultur. Das Zusammenführen dieser Initiativen lässt Neues entstehen, Begegnungen und Vernetzung werden möglich und bereichern das ganze Quartier.

Wohngenossenschaft Klybeck

Die Wohngenossenschaft Klybeck (WGK) konnte 2004 die 12 ehemaligen Arbeiterhäuser an Klybeckstrasse und Altrheinweg von der Novartis kaufen. Die WGK verfolgt den Zweck, «in gemeinsamer Selbsthilfe und Mitverantwortung ihren Mitgliedern gesunden und preisgünstigen Wohn-, Gewerbe- und Kulturraum zu verschaffen und zu erhalten».

Die Ursprünge der WGK sind in der Interessensgemeinschaft Klybeck zu verorten, die zu einem guten Teil aus den Jugendbewegungen der 80er Jahre hervorgegangen ist. Beide Gemeinschaften leisten bis heute einen entscheidenden Beitrag für die soziale und kulturelle Vielfalt im Quartier. (Restaurant Platanenhof, Tiki Bar, Gemeinnütziges Hinterhaus, Neues Kino, Musikpalast, Klybeckfest).

Seit dem Bekanntwerden der Verkaufspläne der BASF im Sommer 2013 ist die Wohngenossenschaft daran interessiert, in ihrer direkten Nachbarschaft ein Generationenwohnprojekt in einem Neubau zu ermöglichen. Dort soll es in Zukunft barrierefreies Wohnen geben, so dass ein ganzer Lebenszyklus in der Gemeinschaft verbracht werden kann. Neben diesen Alterswohnungen sollen auch grosse Einheiten für Familien und verschiedenartige Wohngemeinschaften errichtet werden.